Wärmepumpen
von Hörmann

Sparen Sie Geld und schonen Sie die Umwelt mit unseren maßgeschneiderten Wärmepumpenlösungen.

Lohnt sich eine Wärmepumpe für Sie?

Unser Versprechen

Der sichere Weg zur Wärmepumpe

Über 1.000 installierte Wärmepumpen, 100 % Spezialisierung und ein klar strukturierter Ablauf. Wir kümmern uns um Planung, Umsetzung und Service – damit Sie eine Lösung bekommen, die langfristig funktioniert und zu Ihrem Zuhause passt.

Unsere Wärmepumpe

Optimal für bestehende Gebäude geplant

Wir installieren ausschließlich Vaillant Wärmepumpen und planen jede Anlage individuell für Ihr Bestandsgebäude. Dank präziser Auslegung liefern unsere Systeme auch bei niedrigen Außentemperaturen zuverlässig Wärme.

Bis zu 45 % günstiger heizen

Unabhängig von Öl und Gas

Mit einer korrekt geplanten Wärmepumpe lassen sich die laufenden Heizkosten deutlich reduzieren.
Wir berechnen realistisch, welche Einsparung in Ihrem Fall möglich ist, transparent und nachvollziehbar.

Zukunftssicher heizen

Nachhaltig und förderfähig

Wärmepumpen nutzen Umweltwärme und reduzieren den CO₂-Ausstoß deutlich gegenüber fossilen Heizungen. Wir unterstützen Sie bei der passenden Förderlösung und sorgen dafür, dass Ihre Investition langfristig sinnvoll bleibt.

Wir sind

Vaillant Premium Partner

Premium-Partner bedeutet Premium-Sicherheit für Sie.

Wir sind Vaillant Premium‑Partner.

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Bundesweiter Kundendienst

Direkter Zugriff auf zertifizierte Experten

Als Premium Vaillant Partner haben wir Zugriff auf ein bundesweites Netzwerk von Vaillant Werkskundendienst-Technikern. Im Störungsfall profitieren Sie nicht nur von unserem eigenen Service, sondern zusätzlich vom direkten Zugang zur Herstellerexpertise.

48-Stunden Servicegarantie

Im Ernstfall schnell vor Ort

Sollte es zu einer Störung kommen, ist innerhalb von 48 Stunden ein qualifizierter Experte vor Ort, um sich das Problem anzusehen. Sie erhalten keine Hotline-Schleifen, sondern konkrete Unterstützung, wenn sie wirklich gebraucht wird.

Perfekt abgestimmtes System

Planung und Komponenten aus einem Guss

Eine Wärmepumpe ist nur so gut wie ihre Planung und das Zusammenspiel aller Komponenten. 

 

Werden Hydraulik, Regelung und Warmwasser nicht exakt aufeinander abgestimmt, leidet die Effizienz.

Warum

Vaillant

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Warum Vaillant?

Was macht die aroTherm so besonders?

Alles, was Sie zur Wärmepumpe wissen müssen

Einleitung in Hörmann Haustechnik und die Wärmepumpe

  • Wärmepumpen nutzen Umweltwärme statt fossiler Brennstoffe und erzeugen mit wenig Strom viel Heizenergie, besonders attraktiv fürs Ein-/Zweifamilienhaus.
  • Entscheidend ist die passende Auslegung (Gebäude, Heizflächen, Alltag, Budget) und die Zukunftssicherheit über 15–25 Jahre trotz wechselnder Energiepreise und Regeln.
  • Hörmann Haustechnik: Spezialisierung statt Bauchladen, Familienunternehmen mit ca. 80 Jahren Erfahrung und über 1.000 installierten Wärmepumpen.
  • Regionale Nähe als Plus: zuverlässige Planung, Umsetzung und Betriebsoptimierung im Bodenseekreis, Raum Horb am Neckar und Ulm.

Warum Wärmepumpen die Zukunft der Heiztechnik sind

Wärmepumpen sind längst nicht mehr „Neubau-Spielzeug“, sondern in Deutschland zur zentralen Heizlösung geworden, wenn Eigentümer unabhängig von fossilen Brennstoffen werden und gleichzeitig den Klimaschutz ernst nehmen wollen. Das Prinzip ist simpel: Statt Energie zu verbrennen, wird vorhandene Umweltwärme nutzbar gemacht. Dadurch entsteht aus vergleichsweise wenig Strom eine große Menge Heizenergie. Genau das macht die Wärmepumpe so effizient, planbar und langfristig attraktiv, gerade für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Für Hausbesitzer zählt am Ende nicht die Theorie, sondern die Frage: Passt das System zum Gebäude, zu den vorhandenen Heizflächen, zum Alltag und zum Budget? Eine moderne Wärmepumpe kann beides liefern: Komfort wie bei klassischen Heizungen und gleichzeitig eine deutlich bessere Zukunftssicherheit. Wer heute modernisiert, denkt nicht nur in der nächsten Heizperiode, sondern über 15 bis 25 Jahre. In dieser Zeit verändern sich Energiepreise, gesetzliche Rahmenbedingungen und die technische Infrastruktur rund ums Haus. Eine Wärmepumpe ist deshalb nicht nur ein Heizungstausch, sondern oft ein Modernisierungsschritt, der das Gebäude technisch auf Jahrzehnte nach vorne bringt.

Hörmann Haustechnik: Spezialisierung statt Bauchladen

Genau an diesem Punkt trennt sich „irgendwer macht auch Wärmepumpe“ von einem Fachbetrieb, der das Thema täglich plant, installiert und in Betrieb optimiert. Hörmann Haustechnik ist ein Familienunternehmen mit 80 Jahren Erfahrung und hat über 1.000 Wärmepumpen installiert. Der Fokus liegt bewusst auf Privatkunden und auf Ein- und Zweifamilienhäusern, also genau den Gebäuden, in denen Planung, Auslegung und Details in der Praxis über Effizienz, Stromverbrauch und Betriebskosten entscheiden.

Hinzu kommt ein Punkt, den viele unterschätzen: regionale Nähe. Wärmepumpen sind zwar Hightech, aber am Ende muss ein Handwerksbetrieb zuverlässig vor Ort sein, wenn es um Planung, Umsetzung und saubere Übergabe geht. Hörmann Haustechnik arbeitet regional mit klarer Ausrichtung auf den Bodenseekreis, den Raum Horb am Neckar und Ulm. Das zahlt direkt auf Vertrauen und Qualität ein, weil die typischen Gebäudestrukturen der Region bekannt sind und Abläufe nicht jedes Mal neu erfunden werden müssen.

Wie Wärmepumpen arbeiten: Einfach erklärt für Hausbesitzer

  • Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein umgedrehter Kühlschrank und „pumpt“ Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser ins Heizsystem, statt Energie zu verbrennen. Dadurch entsteht aus wenig Strom eine große Menge nutzbarer Heizwärme.

     

  • Die Effizienz wird häufig über den COP beschrieben, entscheidender für Hausbesitzer ist aber die Jahresarbeitszahl (JAZ), weil sie den realen Betrieb über ein ganzes Jahr abbildet. Eine gute Planung beeinflusst die JAZ stärker als Prospektwerte.

     

  • Je nach Wärmequelle unterscheiden sich Aufwand und Kosten deutlich: Luft-Wasser-Wärmepumpen sind am flexibelsten und deshalb im Ein- und Zweifamilienhaus die häufigste Lösung. Erd- und Grundwasser-Systeme sind oft effizient, aber deutlich planungs- und genehmigungsintensiver.

     

  • Hörmann Haustechnik setzt konsequent auf Luft-Wasser-Wärmepumpen und spezialisiert sich auf die Vaillant aroTherm plus, um maximale Betriebssicherheit, leisen Betrieb und hohe Effizienz auch in Modernisierungen zu erreichen. Die Spezialisierung sorgt für Routine in Planung, Einbau und Optimierung.

Technische Grundfunktion: Wärme „pumpen“ statt erzeugen

Eine Wärmepumpe arbeitet im Kern wie ein Kühlschrank, nur anders herum. Während ein Kühlschrank Wärme aus dem Innenraum nach außen transportiert, transportiert die Wärmepumpe Wärme aus der Umgebung in das Heizsystem. Technisch passiert das in einem geschlossenen Kreislauf mit vier Schritten: Ein Kältemittel nimmt Umweltwärme auf und verdampft, ein Verdichter (Kompressor) erhöht Druck und Temperatur, ein Wärmetauscher gibt die Wärme an das Heizungswasser ab und anschließend entspannt sich das Kältemittel wieder, um erneut Wärme aufzunehmen.

Der Clou: Die Umweltenergie (Luft, Erde oder Wasser) ist kostenlos vorhanden. Der Strom wird vor allem dafür genutzt, das Temperaturniveau anzuheben, damit aus „kühler“ Umweltwärme ein nutzbarer Heizvorlauf wird. Genau deshalb gilt die Wärmepumpe als eines der effizientesten Systeme im Gebäudebereich.

Umweltenergie: Luft, Erde und Wasser

Je nachdem, welche Quelle genutzt wird, unterscheidet sich der technische Aufwand. Luft ist überall verfügbar, deshalb ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe in Ein- und Zweifamilienhäusern die häufigste Lösung. Erdreich und Grundwasser liefern oft stabilere Temperaturen, erfordern aber mehr Planung, Genehmigungen und bauliche Eingriffe. Welche Quelle sinnvoll ist, hängt nicht nur von Effizienz ab, sondern auch von Grundstück, Lage, Schutzgebieten und dem, was wirtschaftlich und technisch sauber umsetzbar ist.

COP und Jahresarbeitszahl (JAZ) verständlich erklärt

Beim Thema Effizienz fallen zwei Begriffe fast immer: COP und JAZ. Der COP (Coefficient of Performance) beschreibt die Effizienz zu einem bestimmten Zeitpunkt unter definierten Bedingungen. Ein COP von 4 bedeutet vereinfacht: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Das ist ein Momentwert.

Für Hausbesitzer wichtiger ist die Jahresarbeitszahl (JAZ). Sie zeigt, wie effizient die Anlage über ein ganzes Jahr im realen Betrieb arbeitet, inklusive Wetter, Abtauphasen, Warmwasserbereitung und den Temperaturen im Heizsystem. Eine gute JAZ ist die Grundlage für niedrigen Stromverbrauch und damit niedrige Betriebskosten. Genau hier entscheidet die Planung: Heizflächen, Vorlauftemperatur, hydraulischer Abgleich und die richtige Dimensionierung beeinflussen die JAZ stärker als bunte Prospektwerte.

Arten von Wärmepumpen

Luft-Wasser-Wärmepumpe: Fokus auf Vaillant aroTherm plus

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist in der Praxis für Ein- und Zweifamilienhäuser oft der beste Kompromiss aus Aufwand, Kosten und Flexibilität. Sie nutzt Außenluft als Wärmequelle, benötigt keine Bohrungen und lässt sich sowohl im Neubau als auch bei der Modernisierung gut integrieren. Genau deshalb setzt Hörmann Haustechnik konsequent auf diese Bauart, konkret auf die Vaillant aroTherm plus.

Die Vaillant aroTherm plus arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R290 und kann je nach Systemauslegung Vorlauftemperaturen bis 75 °C erreichen, was sie besonders interessant für Modernisierungen mit Heizkörpern macht. 

Zusätzlich ist sie auf leisen Betrieb ausgelegt, Vaillant nennt für den schallreduzierten Nachtmodus einen sehr niedrigen Geräuschpegel. 

Solche Eigenschaften sind nicht bloß „Nice-to-have“, sondern beeinflussen ganz praktisch Standortwahl, Nachbarschaftssituation, Effizienz und spätere Betriebserfahrung.

Sole-Wasser-Wärmepumpe: effizient, aber planungsintensiv

Sole-Wasser-Wärmepumpen nutzen Erdwärme über Flächenkollektoren oder Erdsonden. Die Quelle ist thermisch stabil, was oft gute Jahresarbeitszahlen ermöglicht. Gleichzeitig steigen Aufwand, Genehmigungsfragen und Investitionskosten. In vielen Regionen spielen zudem Schutzgebiete, Bohrgenehmigungen und Grundstücksgegebenheiten eine größere Rolle als die reine Effizienz. Für viele private Modernisierungen ist das ein Grund, warum Luft-Wasser-Lösungen häufiger realisiert werden.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe: stark, aber nicht überall möglich

Wasser-Wasser-Systeme nutzen Grundwasser, das ebenfalls sehr konstante Temperaturen bietet. Technisch kann das sehr effizient sein, praktisch hängt es von Wasserqualität, Genehmigungen, Brunnenbau und rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Dadurch ist die Umsetzung in der Breite deutlich seltener und nicht automatisch die „bessere“ Lösung, sondern eine Speziallösung für passende Standorte.

Warum Hörmann ausschließlich auf Vaillant aroTherm plus setzt

Viele Betriebe installieren „alles ein bisschen“. Klingt nach Auswahl, endet aber oft in halbherziger Routine. Hörmann Haustechnik geht den umgekehrten Weg: Spezialisierung. Wer ausschließlich die Vaillant aroTherm plus installiert, baut tiefes Know-how auf, standardisiert Abläufe, reduziert Schnittstellenprobleme und kann Planung, Inbetriebnahme und Optimierung auf ein System fokussieren, das sich in der Praxis bewährt hat. Mit über 1.000 installierten Wärmepumpen entsteht genau die Erfahrung, die Hausbesitzer merken, wenn es um Details geht: passende Dimensionierung, saubere Hydraulik, sinnvolle Regelung und ein Betrieb, der Effizienz nicht nur verspricht, sondern liefert.

Wärmepumpe im Altbau: Wann es wirklich Sinn macht

  • Eine Wärmepumpe ist im Altbau sehr oft sinnvoll, aber nur wenn Wärmebedarf und benötigte Vorlauftemperatur zusammenpassen. Entscheidend sind Dämmung, Fenster, Luftdichtheit und Heizflächen, nicht das Baujahr.

  • Eine Komplettsanierung ist nicht automatisch nötig, weil viele Altbauten auch in Zwischenstufen effizient betrieben werden können. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto besser sind Effizienz und Stromverbrauch.

  • Wärmepumpen funktionieren auch mit Heizkörpern, wenn diese genug Leistung bei niedrigeren Temperaturen liefern. Falls höhere Vorlauftemperaturen nötig sind, sinkt die Effizienz, wobei Systeme wie die Vaillant aroTherm plus hier Vorteile bieten.

  • Für eine realistische Einschätzung zählen Verbrauchsdaten, Heizflächen und die tatsächlich benötigte Vorlauftemperatur an kalten Tagen. Erfahrung aus regionalen Modernisierungen entscheidet oft darüber, ob die Anlage „irgendwie läuft“ oder wirklich effizient arbeitet.

Ist eine Wärmepumpe im Altbau sinnvoll?

Die kurze, ehrliche Antwort: sehr oft ja, aber nicht automatisch. Eine Wärmepumpe im Altbau funktioniert dann gut, wenn das Gebäude eine sinnvolle Balance aus Wärmebedarf und benötigter Vorlauftemperatur erreicht. Das hat weniger mit „Altbau“ als Etikett zu tun, sondern mit dem energetischen Zustand: Dämmstandard, Fenster, Luftdichtheit, Heizflächen und das Temperaturniveau, das im Winter wirklich gebraucht wird.

Viele Hausbesitzer denken beim Altbau sofort an Komplettsanierung. In der Praxis gibt es aber viele Zwischenstufen. Nicht jedes Haus muss zum Passivhaus werden, damit eine Wärmepumpe sinnvoll läuft. Entscheidend ist, dass die Wärmepumpe möglichst häufig in einem effizienten Temperaturbereich arbeiten kann. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto besser die Effizienz und desto geringer der Stromverbrauch.

Funktioniert eine Wärmepumpe mit Heizkörpern?

„Wärmepumpe mit Heizkörpern“ ist einer der häufigsten Suchbegriffe und gleichzeitig eine der häufigsten Sorgen. Heizkörper schließen eine Wärmepumpe nicht aus. Die Frage ist, ob die vorhandenen Heizkörper die benötigte Wärme auch bei niedrigeren Vorlauftemperaturen abgeben können. In vielen Häusern klappt das, weil Heizkörper oft großzügig dimensioniert sind oder einzelne Bereiche angepasst werden können. In anderen Fällen kann ein höheres Temperaturniveau erforderlich sein, was die Effizienz reduziert.

Hier spielt die Vaillant aroTherm plus ihre Stärke aus: Sie kann hohe Vorlauftemperaturen abdecken, was Modernisierungen erleichtert, auch wenn das System dann nicht in jeder Stunde des Jahres im maximalen Effizienzbereich läuft.  

Wichtig ist dabei: Hohe Vorlauftemperatur ist eine Möglichkeit, kein Ziel. Für Betriebskosten zählt die Jahresarbeitszahl, und die wird durch niedrige Systemtemperaturen günstiger.

Voraussetzungen: Dämmung und Vorlauftemperatur realistisch bewerten

Für die Praxisbewertung werden typischerweise drei Dinge zusammengebracht: der Heizenergieverbrauch der letzten Jahre, die vorhandenen Heizflächen und die real benötigte Vorlauftemperatur an kalten Tagen. Dadurch lässt sich abschätzen, welche Effizienz erreichbar ist und wie hoch der spätere Stromverbrauch ungefähr ausfällt. Genau hier entsteht Mehrwert durch Erfahrung: Ein Betrieb, der ständig Ein- und Zweifamilienhäuser modernisiert, erkennt Muster, typische Fehlerquellen und sinnvolle Auslegungen.

Praxisbeispiele aus der Region

In der Praxis in der Region Bodenseekreis, Ulm und Horb am Neckar zeigen sich häufig zwei typische Szenarien. Erstens das Haus aus den 80er oder 90er Jahren mit solider Grundsubstanz, Heizkörpern und teilweiser Modernisierung. Hier sind Wärmepumpen oft gut darstellbar, wenn das System sauber ausgelegt und hydraulisch optimiert ist. Zweitens der ältere Bestand mit höherem Wärmebedarf und höheren Vorlauftemperaturen. Auch dort kann eine Wärmepumpe funktionieren, die Planung muss aber genauer hinschauen: Welche Räume brauchen wirklich welche Temperatur? Wie ist die Verteilung? Wo liegen die größten Verluste? Genau diese Praxisnähe ist der Unterschied zwischen „geht irgendwie“ und „läuft effizient“.

Wärmepumpe Kosten: Investition, Installation und Betrieb im Überblick

  • Die Wärmepumpe Kosten für moderne Luft-Wasser-Systeme im Bestand liegen meist im mittleren fünfstelligen Bereich inklusive Montage und notwendiger Elektroinstallation.

  • Neben dem reinen Gerätepreis entscheiden Umfeldmaßnahmen wie das Fundament, Kondensatmanagement und der hydraulische Abgleich maßgeblich über die tatsächlichen Investitionskosten.

  • Niedrige Betriebskosten hängen direkt von der Effizienz ab, wobei die Jahresarbeitszahl (JAZ) den notwendigen Stromverbrauch für den jährlichen Wärmebedarf bestimmt.

  • Regelmäßige Wartungen sichern die Langlebigkeit der Anlage und minimieren Verschleiß durch Taktung, was die Wirtschaftlichkeit gegenüber fossilen Heizsystemen dauerhaft stabilisiert.

Wärmepumpe Kosten: Was Eigentümer realistisch einplanen

Bei den Wärmepumpe Kosten kommt es vor allem darauf an, ob Neubau oder Modernisierung vorliegt und wie viel im Bestand angepasst werden muss. Im Ein- und Zweifamilienhaus setzen sich die Gesamtkosten typischerweise aus der Wärmepumpe selbst, dem Hydraulikaufbau (Speicher, Armaturen, Rohrleitungen), der Elektroinstallation, Montagearbeiten sowie dem Rückbau der alten Heizung zusammen. Bei Modernisierungen kommen je nach Ausgangslage Umfeldmaßnahmen dazu, etwa Anpassungen im Technikraum oder an einzelnen Heizflächen.

Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe wie die Vaillant aroTherm plus liegt das Gesamtbudget im Markt häufig im mittleren fünfstelligen Bereich. Entscheidend ist dabei nicht nur der Preis der Außeneinheit, sondern die saubere Einbindung ins Heizsystem. Wer nur auf den Gerätepreis schaut, bekommt später oft die Quittung über unnötigen Stromverbrauch oder eine Anlage, die mehr taktet als heizt.

Installationskosten und „unsichtbare“ Posten

Gerade im Bestand entstehen Kosten oft in den Bereichen, die im ersten Moment nicht spektakulär wirken: Fundament und Aufstellung, Leitungsführung zwischen Außen- und Inneneinheit, Kondensatmanagement, elektrische Absicherung, eventuell ein neuer Zählerplatz oder Anpassungen an der Verteilung. Auch Schallschutz ist kein Zubehör-Gimmick, sondern Teil seriöser Planung, besonders wenn Grundstücke eng sind oder Nachbarn nah wohnen.

Betriebskosten, Stromverbrauch und Effizienz: der Kern der Wirtschaftlichkeit

Die Betriebskosten einer Wärmepumpe hängen vor allem vom Stromverbrauch ab, und der hängt wiederum von der JAZ ab. Faustformel: jährlicher Stromverbrauch = jährlicher Wärmebedarf / JAZ. Ein Beispiel macht das greifbar. Angenommen ein Einfamilienhaus benötigt über das Jahr 15.000 kWh Wärme für Heizung und Warmwasser. Bei einer JAZ von 3,5 ergibt das rund 4.300 kWh Stromverbrauch. Bei einem Beispiel-Strompreis von 0,32 €/kWh lägen die jährlichen Stromkosten bei etwa 1.376 €. Das ist keine Garantie, aber eine verständliche Größenordnung, um Betriebskosten einzuordnen.

Hier steckt der Hebel: Eine bessere JAZ senkt die Betriebskosten, ohne dass sich am Komfort etwas ändert. Deshalb sind hydraulischer Abgleich, passende Dimensionierung und eine regelungstechnisch saubere Inbetriebnahme keine „Extras“, sondern Wirtschaftlichkeitstreiber.

Wartungskosten und Lebensdauer

Wärmepumpen benötigen im Vergleich zu Gas- oder Ölgeräten weniger klassische Verbrennungswartung, weil keine Flamme, kein Schornstein und keine Abgasmessung anfällt. Trotzdem sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll, etwa für Filter, Hydraulik, Dichtheit, Einstellungen und die generelle Anlagenhygiene. In der Praxis bewegen sich Wartungskosten häufig im überschaubaren Bereich. Die Lebensdauer hängt stark von Auslegung, Betriebsweise und Qualität der Installation ab. Eine Anlage, die passend dimensioniert ist und nicht dauerhaft taktet, hat in der Regel die besseren Langzeitkarten.

Wärmepumpe Förderung 2026: Zuschüsse und KfW-Boni für Eigentümer nutzen

  • Die staatliche Wärmepumpe Förderung ermöglicht 2026 durch die KfW-Heizungsförderung attraktive Zuschüsse von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten.

  • Bei Einfamilienhäusern werden Investitionskosten bis 30.000 Euro berücksichtigt, wobei sich die Gesamtförderung aus Grundförderung und verschiedenen Bonuskomponenten zusammensetzt.

  • Spezielle Boni für Effizienz, Klimageschwindigkeit und Haushaltseinkommen belohnen den Austausch alter Heizungen sowie den Einsatz natürlicher Kältemittel in Wärmepumpen.

  • Der strukturierte Antragsprozess erfordert vorab eine technische Bestätigung durch Fachbetriebe sowie die finale Durchführungsmeldung nach der vollständigen Installation.

Wärmepumpe Förderung 2026: KfW statt Bauchgefühl

Die Wärmepumpe Förderung ist 2026 für viele Eigentümer der entscheidende Hebel, um die Investition in eine klimafreundliche Heizung wirtschaftlich attraktiver zu machen. Für Privatpersonen im Bestand ist dabei vor allem die KfW-Heizungsförderung (Zuschuss Nr. 458) relevant. Die KfW nennt einen Zuschuss von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten.

Förderhöhe: was bei Einfamilienhäusern zählt

Der Zuschuss setzt sich aus einer Grundförderung von 30 % und möglichen Bonusförderungen zusammen. Für Wärmepumpen sind laut KfW insbesondere relevant: ein Effizienzbonus von 5 % (unter Bedingungen), ein Klimageschwindigkeitsbonus von 20 % (unter Bedingungen) sowie ein Einkommensbonus von 30 % (unter Bedingungen).
Wichtig: Auch wenn rechnerisch mehr als 70 % zusammenkommen könnten, bleibt die Förderung auf maximal 70 % gedeckelt.

Bonusmöglichkeiten: Effizienzbonus, Klimageschwindigkeit, Einkommen

Der Effizienzbonus ist bei Wärmepumpen an technische Kriterien geknüpft. Die KfW nennt ihn für effiziente Wärmepumpen, unter anderem wenn ein natürliches Kältemittel eingesetzt wird oder Wasser/Erdreich/Abwasser als Wärmequelle dient.
Der Klimageschwindigkeitsbonus ist an den Austausch bestimmter Altanlagen und an Selbstnutzung gekoppelt, etwa beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder bei bestimmten älteren Gas- bzw. Biomasseheizungen.
Der Einkommensbonus gilt bei selbstgenutzten Wohneinheiten, wenn das Haushaltsjahreseinkommen maximal 40.000 Euro beträgt.

Ablauf der Beantragung: was 2026 typischerweise gefordert ist

Die KfW beschreibt den Prozess so, dass vor Antragstellung ein Fachunternehmen oder eine Energieeffizienz-Expertin bzw. ein Energieeffizienz-Experte beauftragt wird und eine „Bestätigung zum Antrag“ (BzA) erstellt werden muss.
Nach dem Antrag und der Zusage wird das Vorhaben umgesetzt. Die KfW nennt als Zeitrahmen, dass das Vorhaben innerhalb von 36 Monaten ab Zusage vollständig abgeschlossen sein muss.
Nach Abschluss erstellt das Fachunternehmen bzw. die Expertin/der Experte die „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD), und anschließend werden Nachweise und Rechnungen eingereicht.

BAFA und KfW richtig einordnen

In der Praxis taucht 2026 oft die Frage auf, ob BAFA oder KfW zuständig ist. Für viele Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle (z. B. Dämmung) ist BAFA weiterhin ein wichtiger Ansprechpartner, während die Heizungsförderung für Privatpersonen im Bestand über die KfW läuft.

Planung der Wärmepumpe: Grundlagen für Effizienz und Schallschutz

  • Eine präzise Heizlastberechnung bildet das Fundament für die Planung der Wärmepumpe, um Taktung zu vermeiden und die Lebensdauer der Anlage zu maximieren.

  • Die Entscheidung zwischen monovalentem oder bivalentem System sowie die Dimensionierung der Warmwasserbereitung beeinflussen maßgeblich die spätere Jahresarbeitszahl und den Wohnkomfort.

  • Bei der Standortwahl der Außeneinheit müssen Faktoren wie Luftführung, Kondensatmanagement und Schallschutz unter Berücksichtigung der Grundstücksgrenzen fachgerecht projektiert werden.

  • Die hydraulische Einbindung in bestehende Heizkreise sichert durch optimierte Vorlauftemperaturen und einen korrekten Abgleich die hocheffiziente Arbeitsweise des gesamten Heizsystems.

Heizlastberechnung: Grundlage für Effizienz und Komfort

Eine Wärmepumpe ist kein „Pi-mal-Daumen“-Produkt. Der entscheidende Schritt in der Planung ist die Heizlastberechnung, also die Ermittlung, wie viel Heizleistung das Gebäude an einem kalten Wintertag tatsächlich benötigt. Diese Berechnung sorgt dafür, dass die Wärmepumpe weder zu klein (Komfortprobleme, hoher Einsatz elektrischer Zusatzheizung) noch zu groß (Taktung, Effizienzverlust, unnötige Kosten) ausgelegt wird.

Gerade in Ein- und Zweifamilienhäusern hängt die spätere Jahresarbeitszahl stark an dieser Dimensionierung. Eine sauber ausgelegte Anlage läuft länger in stabilen Betriebsphasen, was Effizienz und Lebensdauer unterstützt. Das ist einer der Bereiche, in denen die Erfahrung aus vielen realen Projekten den größten Unterschied macht.

Dimensionierung und Systemkonzept: monovalent, bivalent, Warmwasser

Zur Planung gehört auch die Systemfrage: Soll die Wärmepumpe allein (monovalent) arbeiten oder gibt es eine zweite Wärmequelle (bivalent)? In Privathäusern ist monovalent häufig das Ziel, weil es die Komplexität reduziert. Warmwasserbereitung ist ein eigener Effizienzbaustein, weil sie höhere Temperaturen erfordert. Entscheidend ist hier die realistische Bewertung des Warmwasserbedarfs im Haushalt, damit Speicher und Regelung passend gewählt werden.

Standortwahl der Außeneinheit und Schallschutz

Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen ist die Aufstellung der Außeneinheit ein Kernpunkt. Luftführung, Abstände, Kondensat, Zugänglichkeit für Service und vor allem Schall müssen in die Planung. Moderne Geräte bieten Schallmodi, dennoch ist eine saubere Standortplanung wichtig, damit es später weder im eigenen Schlafzimmer noch an der Grundstücksgrenze unangenehm wird. Die KfW fördert im Rahmen der Heizungsförderung ausdrücklich auch akustische Fachplanung durch Akustikerinnen/Akustiker.

Einbindung in bestehende Heizsysteme

Im Bestand geht es darum, vorhandene Heizkreise, Heizkörper oder Fußbodenheizung und die bestehende Verteilung so einzubinden, dass niedrige Vorlauftemperaturen erreichbar sind. Dazu gehören auch hydraulische Themen wie Volumenströme, Regelung, Heizkurven und Abgleich. Dieser Teil entscheidet in der Praxis darüber, ob eine Wärmepumpe „funktioniert“ oder ob sie wirklich effizient arbeitet.

Wärmepumpe Installation und Betrieb: Fachgerechte Umsetzung für maximale Effizienz

  • Eine professionelle Wärmepumpe Installation umfasst die Fundamenterstellung, die hydraulische Einbindung in das Heizsystem sowie den fachgerechten elektrischen Anschluss der Anlagenkomponenten.

  • Die präzise Inbetriebnahme inklusive Abstimmung von Heizkurve und Pumpenparametern ist entscheidend, um den Stromverbrauch zu senken und die Effizienz real zu maximieren.

  • Im laufenden Betrieb meistern moderne Systeme winterliche Abtauphasen automatisch, wobei niedrige Vorlauftemperaturen die Arbeitsweise der Anlage auch bei Minusgraden besonders wirtschaftlich gestalten.

  • Durch den Entfall von Abgaswegen und Brennerkomponenten reduziert sich der Wartungsaufwand, während eine saubere Parametrierung einen störungsfreien, langlebigen Heizkomfort ohne fossile Brennstoffe garantiert.

Ablauf einer Installation: vom Technikraum bis zur Inbetriebnahme

Die Installation einer Wärmepumpe ist weniger „ein Gerät hinstellen“ und mehr ein sauberes Zusammenspiel aus Bau, Hydraulik, Elektro und Regelung. Typischerweise beginnt es mit der Vorbereitung des Aufstellortes, der Herstellung eines Fundaments bzw. einer tragfähigen Basis und der Leitungsführung. Danach folgen die hydraulische Einbindung, der elektrische Anschluss, die Einbindung in das vorhandene Heizsystem sowie die Inbetriebnahme inklusive Regelungseinstellung und Funktionsprüfung.

Gerade die Inbetriebnahme ist der Moment, an dem Effizienz in der Realität entsteht. Eine Wärmepumpe kann technisch top sein und trotzdem unnötig viel Strom verbrauchen, wenn Heizkurve, Pumpenparameter und Hydraulik nicht sauber abgestimmt sind. Umgekehrt kann eine gute Auslegung die Betriebskosten spürbar senken, ohne dass sich am Komfort etwas ändert.

Dauer und was Kunden typischerweise vorbereiten

Im Einfamilienhaus ist die reine Montage oft in wenigen Tagen möglich, abhängig davon, wie umfangreich Rückbau, Leitungsführung und Umbauten sind. Für Hausbesitzer ist vor allem relevant, dass Technikraum und Außenbereich zugänglich sind und die Abstimmung mit anderen Gewerken sauber läuft, etwa wenn parallel Elektroarbeiten oder Umbauten stattfinden. Je reibungsloser die Rahmenbedingungen, desto schneller ist die Anlage betriebsbereit.

Wartung, Lebensdauer und Betrieb im Winter

Im Betrieb zeigt sich bei Luft-Wasser-Wärmepumpen vor allem im Winter das typische Verhalten: Bei niedrigen Außentemperaturen sinkt die Quellentemperatur, und in feuchter Witterung kann es zu Abtauphasen kommen. Moderne Systeme sind darauf ausgelegt, das automatisch zu managen. Entscheidend bleibt die Systemtemperatur im Haus, also wie hoch der Vorlauf sein muss. Je niedriger der Vorlauf, desto besser arbeitet die Wärmepumpe, desto höher fällt die Effizienz aus.

Für viele Hausbesitzer ist zudem beruhigend: Eine Wärmepumpe ist keine „Sommermaschine“. Sie ist für Winterbetrieb gebaut, und gerade in Regionen mit klaren Winterphasen zeigt sich, wie wichtig Planung und saubere Parametrierung sind. Wenn die Anlage passend ausgelegt ist, entsteht ein gleichmäßiger, komfortabler Heizbetrieb ohne die typischen Verbrenner-Themen wie Abgaswege oder Brennerstörungen.

Wärmepumpe vs. Gasheizung: Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit im Vergleich

  • Im direkten Vergleich Wärmepumpe vs. Gasheizung gleichen niedrigere Betriebskosten und der Wegfall von Schornsteinfegergebühren die höheren Anschaffungskosten einer Wärmepumpe langfristig aus.

  • Die überlegene Effizienz der Wärmepumpe nutzt kostenlose Umweltenergie, wodurch der CO2-Fußabdruck im Gegensatz zur fossilen Verbrennung kontinuierlich mit dem Ökostromanteil sinkt.

  • Gesetzliche Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) bieten Planungssicherheit für erneuerbare Heizsysteme, während fossile Brennstoffe zunehmend regulatorischen und preislichen Unsicherheiten unterliegen.

  • Durch die Kombination mit Photovoltaik und schrittweisen Heizflächenoptimierungen ermöglicht die Wärmepumpe in der Modernisierung eine maximale Unabhängigkeit von externen Energieversorgern.

Anschaffungskosten: kurzfristig vs. langfristig denken

Beim Vergleich Wärmepumpe vs Gasheizung wirkt Gas auf den ersten Blick oft günstiger in der Anschaffung. In der Gesamtrechnung zählen jedoch nicht nur Gerätekosten, sondern auch Infrastruktur, Wartung, Abgasanlage und die langfristige Preisentwicklung von Brennstoffen. Eine Wärmepumpe benötigt keinen Schornstein, keine Verbrennung und keine Brennstofflagerung. Dafür steht eine höhere Anfangsinvestition, die durch Förderung und niedrigere Betriebskosten kompensiert werden kann.

Betriebskosten und CO₂: Effizienz schlägt Verbrennung

Gasheizungen erzeugen Wärme durch Verbrennung. Wärmepumpen nutzen Umweltenergie und sind damit systembedingt effizienter, gemessen am Verhältnis von eingesetzter Energie zu erzeugter Wärme. Gleichzeitig hängt der CO₂-Fußabdruck einer Wärmepumpe stark am Strommix, der in Deutschland langfristig weiter in Richtung erneuerbare Energien entwickelt. Im Ergebnis ist die Wärmepumpe meist die klimafreundlichere Lösung, besonders wenn sie effizient läuft und mit niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben wird.

Zukunftssicherheit und gesetzliche Entwicklungen

Für die Zukunftssicherheit ist entscheidend, dass Deutschland beim Heizen zunehmend auf erneuerbare Energien setzt. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) wurde mit einer 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien bei neu installierten Heizungen verknüpft und unterscheidet dabei nach Kontext und Übergangsfristen.
Für Hausbesitzer bedeutet das weniger „Panik“, aber mehr Planbarkeit: Investitionen in erneuerbare Wärme passen in die politische Richtung. Wer Gas installiert, muss stärker mit regulatorischen und preislichen Unsicherheiten rechnen als bei einer Wärmepumpe, die von Natur aus auf elektrische Energie und Umweltwärme setzt.

Modernisierung in der Praxis

Im Modernisierungskontext ist die Wärmepumpe häufig die Lösung, die am besten mit dem Gebäude mitwachsen kann. Heizflächen können schrittweise optimiert werden, Regelung und Hydraulik lassen sich feinjustieren, und in Kombination mit Photovoltaik entsteht langfristig eine hohe Unabhängigkeit. Das ist kein „Wundermittel“, aber ein technischer Pfad, der in Ein- und Zweifamilienhäusern sehr oft sinnvoll ist, wenn Planung und Auslegung stimmen.

Wärmepumpe vs. Ölheizung: Kalkulierbare Kosten und maximale Zukunftsfähigkeit

  • Beim Vergleich Wärmepumpe vs. Ölheizung entfällt durch den Systemwechsel die unsichere Preisentwicklung fossiler Brennstoffe sowie die aufwendige Lagerung im Öltank.

  • Die vollständige Eliminierung direkter CO2-Emissionen am Gebäude steigert die langfristige Werthaltigkeit der Immobilie und sichert die Einhaltung gesetzlicher Austauschpflichten nach dem Gebäudeenergiegesetz.

  • Dank der hohen Effizienz moderner Systeme wird elektrische Energie in ein Vielfaches an Nutzwärme umgewandelt, was die Abhängigkeit von globalen Energiemärkten spürbar reduziert.

  • Im Gegensatz zur Ölheizung ermöglicht die Wärmepumpe durch die Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage die Eigenversorgung mit lokal erzeugtem Strom für den Heizbetrieb.

Wirtschaftlichkeit: Öl ist selten planbar

Beim Vergleich Wärmepumpe vs Ölheizung spielt neben Effizienz vor allem die Planbarkeit eine Rolle. Ölpreise schwanken stark, Lieferungen sind abhängig von Markt und Logistik, und viele Häuser tragen die Zusatzthemen Tank, Geruch, Wartung und Sicherheitsanforderungen über Jahrzehnte mit. Die Wärmepumpe eliminiert Brennstofflagerung vollständig und macht die Wärmeversorgung stärker kalkulierbar, weil die Hauptvariable der Stromverbrauch ist, der direkt an die Effizienz der Anlage gekoppelt ist.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Ölheizungen gehören zu den CO₂-intensiveren Heizsystemen, weil pro erzeugter Wärmeeinheit fossiler Brennstoff verbrannt wird. Eine Wärmepumpe reduziert direkte Emissionen im Gebäude auf null, weil keine Verbrennung stattfindet. Das ist gerade für Eigentümer relevant, die ihr Haus langfristig werthaltig halten wollen. Klimaschutz ist hier nicht nur Moral, sondern zunehmend ein Faktor für Werthaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Immobilie.

Austauschpflichten: was 2026 grundsätzlich gilt

In Deutschland gibt es seit Jahren Regeln zur Austauschpflicht bestimmter alter Heizkessel. Eine zentrale Grundlage ist die 30-Jahres-Regel für bestimmte Konstanttemperaturkessel, die im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes genannt wird.
Für Hausbesitzer ist die Konsequenz weniger ein pauschales Verbot, sondern die Tatsache, dass sehr alte Technik häufiger in einen regulatorischen und wirtschaftlichen Druck gerät. Wer ohnehin modernisieren muss oder möchte, ist mit einer Wärmepumpe oft deutlich zukunftssicherer unterwegs.

Langfristige Kostenentwicklung

Öl bindet ein Haus dauerhaft an einen Brennstoffmarkt, Wärmepumpen binden es an Strom. Strom ist nicht automatisch billig, aber die Wärmepumpe nutzt ihn effizient. Je besser die JAZ, desto stärker wirkt dieser Effizienzvorteil. Dazu kommt: Strom kann lokal erzeugt werden, etwa per Photovoltaik. Öl nicht. Dieser Unterschied ist im langfristigen Denken oft entscheidend.

Wärmepumpe FAQ: Effizienz, Betrieb und Voraussetzungen kompakt erklärt

  • Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe lässt sich einfach berechnen, indem der jährliche Wärmebedarf des Gebäudes durch die reale Jahresarbeitszahl dividiert wird.

  • Während der COP-Wert lediglich eine Momentaufnahme unter Prüfbedingungen darstellt, spiegelt die JAZ die tatsächliche Effizienz inklusive aller saisonalen Einflüsse wider.

  • Auch im Altbau ist der Betrieb mit klassischen Heizkörpern effizient möglich, sofern die Vorlauftemperaturen durch passende Heizflächen und moderne Gerätetechnik niedrig bleiben.

  • Die staatliche Förderung 2026 unterstützt den Umstieg mit Zuschüssen von bis zu 70 %, sofern die Beantragung über zertifizierte Fachbetriebe oder Energieeffizienz-Experten erfolgt.

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe im Einfamilienhaus?

Der Stromverbrauch hängt vom Wärmebedarf des Hauses und der Jahresarbeitszahl (JAZ) ab. Grob gilt: Wärmebedarf geteilt durch JAZ ergibt den Stromverbrauch. Ein Haus mit 15.000 kWh Wärmebedarf und einer JAZ von 3,5 liegt rechnerisch bei rund 4.300 kWh Strom pro Jahr. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto besser fällt die JAZ meist aus.

Was bedeutet COP bei Wärmepumpen?

COP ist ein Effizienzwert, der unter festgelegten Prüfbedingungen angibt, wie viel Wärme im Verhältnis zum eingesetzten Strom erzeugt wird. Ein COP von 4 bedeutet vereinfacht: 1 kWh Strom führt zu 4 kWh Wärme. Für den Alltag ist COP nur ein Teil der Wahrheit, weil Wetter, Abtauung und Warmwasser im Jahresverlauf die reale Effizienz beeinflussen.

Was ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) und warum ist sie so wichtig?

Die JAZ beschreibt die Effizienz über ein ganzes Jahr im realen Betrieb. Sie berücksichtigt Außentemperaturen, Warmwasser, Abtauphasen und den Betrieb der Hilfsaggregate. Für Hausbesitzer ist sie zentral, weil sie direkt mit dem Stromverbrauch und damit mit den Betriebskosten zusammenhängt. Gute Planung und niedrige Systemtemperaturen wirken sich positiv auf die JAZ aus.

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau wirklich?

Eine Wärmepumpe im Altbau kann sehr gut funktionieren, wenn das Temperaturniveau des Heizsystems und der Wärmebedarf zusammenpassen. Altbau ist nicht gleich Altbau: Ein teilmodernisiertes Haus aus den 80ern verhält sich anders als ein unsanierter Bestand aus früheren Jahrzehnten. Entscheidend sind Heizlast, Heizflächen und Vorlauftemperatur an kalten Tagen.

Kann ich eine Wärmepumpe mit Heizkörpern betreiben?

Ja, eine Wärmepumpe mit Heizkörpern ist möglich. Entscheidend ist, ob die Heizkörper genügend Leistung bei niedrigeren Vorlauftemperaturen abgeben. Wenn hohe Vorlauftemperaturen dauerhaft notwendig sind, sinkt die Effizienz. Systeme wie die Vaillant aroTherm plus können hohe Vorlauftemperaturen bereitstellen, was Modernisierungen erleichtert.

Welche Förderung gibt es 2026 für Wärmepumpen?

2026 ist für Privatpersonen im Bestand vor allem die KfW-Heizungsförderung (Zuschuss 458) relevant. Die KfW nennt Zuschüsse bis zu 70 % der förderfähigen Kosten, mit Grundförderung und möglichen Boni (Effizienzbonus, Klimageschwindigkeitsbonus, Einkommensbonus).

Wie läuft die KfW-Förderung in der Praxis ab?

Die KfW beschreibt einen Ablauf mit Bestätigung zum Antrag (BzA) durch Fachunternehmen oder Energieeffizienz-Expertinnen/Experten, anschließender Antragstellung im Portal, Umsetzung nach Zusage und Nachweisführung über Bestätigung nach Durchführung (BnD) und Rechnungen. Für die Umsetzung nennt die KfW bis zu 36 Monate nach Zusage.

Wie laut ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Die Lautstärke hängt von Gerät, Betriebsmodus und Aufstellung ab. Moderne Geräte bieten schallreduzierte Modi, und Hersteller geben teils sehr niedrige Werte für Nachtbetrieb an. Bei der Vaillant aroTherm plus nennt Vaillant einen niedrigen Geräuschpegel im Nachtmodus. In der Praxis entscheidet die Standortplanung darüber, wie der Schall am Haus und an der Grundstücksgrenze wahrgenommen wird.

Braucht eine Wärmepumpe Fußbodenheizung?

Nein. Fußbodenheizung ist günstig für die Effizienz, weil sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet. Eine Wärmepumpe kann aber auch mit Heizkörpern funktionieren, wenn die Heizflächen und das Temperaturniveau passen. In vielen Modernisierungen werden Heizflächen und Regelung so ausgelegt, dass komfortables Heizen auch ohne Fußbodenheizung möglich ist.